Fragen & Antworten
Die meistgestellten Fragen :
Was fressen Alpakas?
>A. ernähren sich von Gras und Heu, Zweigen und Laub. Kraftfuttermittel sollen, wenn überhaupt, sehr sparsam eingesetzt werden. Wir empfehlen 1 Joghurtbecher Getreidemischung (für Pferd,Schaf,Ziege) pro Tag und pro trächtige und/oder laktierende Stute. Der individuelle Körperzustand soll mindestens einmal pro Woche durch abtasten geprüft werden, der Wollbehang lässt keine sichere visuelle Einschätzung zu. Ein Mineralsalzstein speziell für Kameliden darf natürlich nicht fehlen.
Brauchen Alpakas im Winter einen Stall?
>Den Tieren soll stets ein trockenes, zugfreies Plätzchen zur Verfügung stehen. Dies ist auch mit einem einfachen Unterstand zu erreichen. Die Kälte macht den Tieren nichts aus, vorausgesetzt sie wurden nicht zu kurz vor dem Winter geschoren.
Welche Pflege brauchen Alpakas?
>A. werden alle zwei Jahre geschoren. Bürsten oder Kämmen ist nicht notwendig. Regelmässig sollen die Zehennägel kontrolliert und, falls nötig, geschnitten werden. Wir empfehlen jährliche Kotproben, aufgrund derer gezielt entwurmt werden kann. Eine jährliche Impfung mit Imotoxan oder Covexin 8 mindert das Krankheitsrisiko.
Mit welchem Alter soll man Alpakas kaufen?
>Frühestens mit 6 Monaten dürfen Alpakas von ihrer Mutter getrennt werden. Dies ist unserer Ansicht nach auch der beste Zeitpunkt, mit einem Training zu beginnen. Auch erwachsene Tiere leben sich schnell in einer neuen Umgebung oder in einer neuen Herde ein. Falls die Tiere aber im erwachsenen Alter noch sehr scheu und schreckhaft sind, ist es sehr viel schwieriger, ihr Vertrauen zu gewinnen.
Wann sind Alpakas zuchtreif?
>Jungstuten können in der Regel mit ca. 1 ½ Jahren zum ersten Mal gedeckt werden, manchmal muss man sich auch länger gedulden. Hengste sind in der Regel zwischen 2 und 3 Jahren erstmals deckfähig.
Wie alt werden Alpakas?
>Bei guter Pflege und Gesundheit sollten unsere Tiere ein Alter von 20 Jahren oder sogar mehr erreichen.
Wie lange dauert die Trächtigkeit und gibt es auch Zwillinge?
>Die Trächtigkeitsdauer variiert zwischen 320 und 380 Tagen, wobei 350 Tage der Norm entsprechen. Zwillingsgeburten sind äusserst selten.
Worin besteht der Nutzen der Alpakahaltung?
>Wir meinen, Alpakas sind in erster Linie Liebhabertiere. Der Wollertrag ist ein Tropfen auf den heissen Stein. Eine Fleischverwertung ist aufgrund der hohen Tierpreise (noch) kein Thema. Auch Alpakas eignen sich gut als Wandergefährten, wobei sie aufgrund ihrer geringeren Körpergrösse weniger Gepäck tragen können als ein Lama. Noch immer besteht der Hauptertrag aus dem Verkauf von Jungtieren.
Was ist der Unterschied zwischen Lama und Alpaka?
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Lama |
Alpaka |
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Stockmass über 1 Meter |
Stockmass unter 1 Meter |
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wenig bis mittlere Behaarung |
stark behaart |
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lange, abgerundete Bananenohren |
Ohren speerförmig gerade |
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trägt den Schwanz hoch angesetzt |
trägt den Schwanz tief |
Es gibt noch unterschiede im Knochenbau oder in der Zahnbeschaffenheit, die jedoch für einen Laien kaum ersichtlich sind.
Wie erkenne ich an einem Jungtier das „beserk-male-syndrom“?
>Die Tiere dürfen neugierig sein und auf einen zukommen, doch stets sollen sie einen Anstands-Abstand von mindestens 10 cm wahren. Ein Jungtier, dass ohne Scheu seine Nase in unsere Taschen oder Haare steckt, also von sich aus immer wieder Körperkontakt aufnimmt, kann als erwachsenes Tier zum Problem werden.
Heisst das, dass man Jungtiere, vor allem Hengste, nicht streicheln soll?
>Schon die Jungtiere sollen sich an die menschliche Berührung gewöhnen, aber es soll stets bei einer sachlichen Berührung bleiben. Das heisst: den Rücken abtasten, den Beinen entlang fahren, die Füsse kurz hoch nehmen, in den Mund schauen. Keine Streicheleinheiten. Auch Stuten können anfällig sein für das „beserk-male-syndrom“. Ein erfahrener Züchter erkennt schon in den ersten Lebenswochen den auffälligen Charakter eines „Beserkers“ und sollte sich gegenüber diesem Fohlen entsprechend verhalten.
Was macht man mit der Wolle?
>In der Schweiz ist die Industrielle Verarbeitung der geringen Menge wegen kein Thema. Es gibt nicht wie bei den Schafen eine offizielle Abnahmestelle. Es gibt verschiedene Möglichkeiten im Inn- und Ausland, die Fasern verarbeiten zu lassen. In jedem Fall muss das Endprodukt wieder zurückgenommen und selber verbraucht oder vermarktet werden. Für findige Köpfe gibt es aber viele Möglichkeiten, die Alpakafasern finanziell interessant zu nutzen.
Mit wie vielen Tieren welchen Geschlechts soll ich beginnen?
>Zuerst stellt sich die Frage, ob man züchten will. Falls nicht, empfiehlt sich die Haltung von zwei oder mehreren männlichen Tieren. Sie sind viel günstiger. Will man züchten , so muss man sich mindestens eine Stute anschaffen. Da man diese Tiere niemals einzeln halten soll, kann man entweder einen Hengst, einen Wallach oder eine Stute hinzufügen. In den letzteren zwei Fällen müsste man sich bei Bedarf nach einer geeigneten Deckmöglichkeit umsehen. Kauft man sich gleich zu Beginn einen eigenen Deckhengst, so stellt sich schon nach ca. 2 Jahren die Frage, ob man sich nun vom Hengst oder vom Jungtier trennen soll.
Was kosten Alpakas?
>Die Preise variieren stark. Junghengste mit groben Fehlern (Zuchtausschluss) werden auch schon mal unter Fr. 1000.- angeboten. Für einen guten Junghengst bezahlt man ca. Fr. 2000.- für Spitzentiere gibt es gegen oben keine Grenze. Jungstuten werden ab ca. Fr. 4500.- gehandelt, gute Zuchtqualität wird teurer. Eine erwachsene, sehr gute Zuchtstute, trächtig und in begehrter Farbe, kann auch mal Fr. 9000.- wert sein.
Falls Sie weitere Fragen zum Thema Alpakas haben,
bitte schreiben Sie ins Forum oder rufen Sie einfach an!
Aktualisiert (Mittwoch, den 14. April 2010 um 06:23 Uhr)
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